Obazda

Griàs Gōd, offiziell gehört Franken (meine Heimat) zu Bayern. Und jetzt im badischen Ausland ist man eine Spezies. So  habe ich mit meiner echten bayrischen Freundin, die im Allgäu aufgewachsen ist, einen  Bayrischen Abend gestaltet, um unseren Freunden ein bisschen etwas von unsrer Kultur zu zeigen:
 Flädlesuppe (ja, mehr schwäbisch, aber trotzdem recht verbreitet in Bayern), Brezel mit Butter, Obazda, Radieschen und Weißwurst incl. süßen Senf. Dazu noch Brotchips, kleine Laugenbrezeln und andere gesalzende Kekse. Im Anschluss gabs noch zwei wunderbare bayrische Filme:
 „Wer früher stirbt ist länger tot“ und „Eine heiße Nummer„.

Beim Obazda waren viele sehr skeptisch, aber es hat doch allen geschmeckt.

Zutaten:

500 g reifer Camembert

200 g Frischkäse

40 g weiche Butter

80 g feingehackte Zwiebeln

etwas Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kümmel

2 EL gehackter Schnittlauch

40 g feingeschnittene Zwiebelringe

Radieschen

Eine starke Gabel braucht man. Eine, die sich nicht so schnell verbiegen lässt!

Und los geht: Den Camembert mit der Gabel verdrücken. Ganz dolle. Die Butter hinzumatschen. Wenn es halbwegs gut gedrückt ist, den Frischkäse mit den Zwiebeln hinzufügen. Und gut, gut vermengen. Das erfordert Kraft und Geduld. Dann mit den Gewürzen abschmecken, vorallem gut viel süßes Paprikapulver rein! Mit dem Schnittlauch, den Zwiebelringen und Radieschen garnieren und servieren.

An Guadn

Obazda[unmögliches Bild, tut mir Leid. Schlechtes Licht+ schlechte Kamera und Hunger…]

Tränenkuchen

Es war einmal vor 9 Jahren: ein kleines Schulmädchen brachte ihre neue Freundin mit nach Hause. Die Freundin ihres Bruders war auch da. Sie hat gebacken einen ihrer zwei Lieblingskuchen: Tränenkuchen (der andere ist die Schneewittchentorte)! Die Schulfreundin war hellaufbegeistert (das ist gar nicht so einfach). Nun träumte sie Jahre lang noch von diesem Kuchen. Die Liebe des Paares hat wohl nicht so lange gehalten, aber die Liebe zu diesem Kuchen schon. Nun habe ich nach dem Kuchenwunsch zu ihrem 20.Geburtstag gefragt und prompt kams: „Tränenkuchen!“. Na dann, wag ich es auch mal. Und „Ja! Der schmeckt genauso gut wie in meiner Erinnerungen! Du bist ein Schatz!“. So was hört und macht man doch dann gerne. Nebenbei bemerkt: ich bin kein Käsekuchenfan, aber der schmeckt so erfrischend anders und sehr gut. Ich hab ihn in zwei kleinen Springformen gebacken, d.h. Rezept ist wie immer für die Standartgröße.

Tränenkuchen

Rezept:

Für den Teig:

70 g Butter

100 g Zucker

200 g Mehl

2 Eier

1 TL Backpulver

Für den Belag 1:

750 g Magerquark

150 g Zucker

1 Becher Schmand

1 Pck Vanillezucker

1 Pck Vanillepuddingspulver

3 Eigelb

150 ml Öl

250 ml Milch

1 Dose Mandarinen

Für den Belag 2:

3 Eiweiß

3-5 EL Puderzucker

Tränentorte

Eine Springform einfetten und mit Mehl einstäuben. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Die Zutaten für den Teig einen schönen Knetteig kneten. Diesen in die Springform ausrollen und einen schönen hohen Rand formen. Für den Belag 1 kann man mit dem Rührgerät alle Zutaten gut vermengen und diesen in die Form gießen.

Nun für ca. 45-50 Minuten backen. Danach die Eischneemasse drüberstreichen (mit Absicht Wellen machen, nicht zu glatt streichen!) und nochmal für 10-15 Minuten backen, bis die Masse leicht bräunlich wird.

Tränchenkuchen

Am besten übernacht in den Kühlschrank stellen, damit sich die Tränen bilden können! Zur Unterstützung kann man beim Abkühlen eine Schüssel mit kochendem Wasser neben den Kuchen stellen. Hohe Luftfeuchtigkeit hilft bei der Tränenbildung.

Tränenkuchen