Reibekuchen

Das fünfte drei-Länder-Kochen:

deutscher Hauptgang#spanischer Hauptgang-finnischer Nachtisch

Wieder dieses Mal das große Mahl auf zwei Tage verteilt: Freitag Abend: Reibekuchen mit Kräuterquark und Feldsalat und die letzten wurden mit Apfelmus serviert. Wir haben sie allerdings immer Kartoffelpuffer (Rösti ist ein weiterer Name) genannt, aber als ich auf Rezeptsuche war, fand ich eine Erklärung über den Unterschied: verschiedene Regionen, verschiedene Bezeichnungen, aber in der Regel werden die Reibekuchen aus rohen Kartoffeln mit Ei zubereitet und die Kartoffelpuffe/Rösti werden i.d.R. aus einen Teil gekochten und einem Teil rohen Kartoffeln zubereitet.

Zutaten (für vier Hungrige oder mehr):

12 kleine-mittlere Kartoffeln

2 Zwiebeln

3 Eier

3 EL Mehl

Salz+Pfeffer

Die Kartoffel schälen und reiben (hat bei mir ca. eine halbe Stunde gedauert). Die Kartoffeln in einem Sieb oder einem Küchentuch auspressen, damit so viel wie möglich von dem Kartoffelwasser entfernt werden kann (bei der großen Menge braucht man viel Kraft und ich habe mich wieder ca. eine halbe Stunde gebraucht). Die Zwiebeln klein schneiden und alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Nun in der Pfanne 2-3 von beiden Seiten ca. 3-6 Minuten anbraten (ganz dünn streichen; ich habe nebenbei noch Salat geschnippelt und so übe 1,5 Stunden dafür gebraucht). Den Löffel nicht drinstehen lassen und vor jeder neuen Fuhre kräftig rumrühren, da sich sonst die Stärke am Boden absetzt. Da man ja meistens viele auf einmal macht die fertigen im Ofen bei ca. 50°C warmhalten oder einen Teil nach dem Abkühlen einfrieren.

Dazu passt sehr gut Apfelmus (gekauft oder selbstgemacht) oder auch pikante Beilagen wie z.B. Quark mit Sahne und Kräutern (,Knoblauch, Salz und Pfeffer) und ein Salat (Feldsalat,  Ruccula, Tomaten, Zwiebeln, Sonnenblumenkerne).

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Laugenbrezeln

Das vierte drei-Länder-Kochen:

deutsche „Vorspeise“-spanischer Hauptgang-finnischer Nachtisch

Was ich am meisten nach dem deutschen Brot hier in Irland vermisse: Laugengebäck! Für mich in Süddeutschland aufgewachsen das beste Gebäck überhaupt. Wenn ich beim Bäcker Brötchen aussuchen durfte: Laugenstangen. Wenn es für etwas zum „Kaffee-trinken“ Süßes vom Bäcker sein sollte, habe ich mir (vorallem die letzten Jahre) Laugengebäck gewünscht. Man isst es meist nur mit Butter, aber sehr gut ist auch Sojawürstchen, Kräuterfrischkäse und hier neu entdeckt: Hummus (aus Kichererbsen). Aber natürlich kann man auch sehr sehr gut Nutella draufschmieren. Es gibt Brezeln hier manchmal auf den Bauernmärkten beim deutschen Bäcker für 1-2 € das Stück zu kaufen. Meistens sind sie auch ganz gut, aber da man sie sich ja auf der Straße kauft, weil man gerade Hunger hat und wir hier nicht in Deutschland sind, fehlt einfach die Butter dazwischen und so pur ist es auf Dauer bei dem Preis auch öde. Also selbermachen. Kann doch gar nicht so schwierig sein, dachte ich mir. Es war dann aber doch mal wieder bisschen spontaner, gerade beim Einkaufen, hey, das könnte ich doch für heute Abend machen, so typisch deutsche Brotzeit. Also Baking-Soda (dürfte dem Kaisernatron hoffentlich entsprechen) gekauft, restliche Zutaten hat man ja meistens im Haus. Schnell nach Hause gefahren, da sie ein bisschen Zeit benötigen. Und los:

Zutaten:

500g Mehl (habe mehr gebraucht)

1 TL Salz

30 g Butter

150 ml Milch

1 Tüte Hefe (natürlich kann man auch einen Würfel frische Hefe benutzen, aber das gibt es im Ausland selten)

1 TL Honig (finde ich besser als Zucker)

50 g Natron

Mehl zum Verarbeiten

1 EL grobes Salz (leider auch nicht auf die Schnelle gefunden, macht man ja meist eh ab; so gab es für die Nicht-Deutschen gesalzene Butter)

Mehl und Salz in einer Rührschüssel mischen. Milch lauwarm erwärmen und Butter darin schmelzen. Im warmen Wasser Honig auflösen und die Hefe dazugeben und bisschen Zeit geben zum Schäumen. Dann alle Flüssigkeiten zusammen zu dem Mehl geben und zu einem glatten Teig kneten (er sollte nicht baben, so eventuell noch bisschen mehr Mehl hinzufügen). Dann zugedeckt an einem warmen Ort (bei mir in der kalten Küche: vorgewärmter Ofen auf 30-40 °C) mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Auf einer mit Mehl bestreuten Fläche aus dem Teig mit bemehlten Händen zwei Rollen formen und davon entweder 12 Stücke für Brezeln oder Stangen oder 16 Stücke für Brötchen „abschneiden“. Für Brezeln ca. 50 cm lange Stränge und für Brötchen runde Teiglinge formen. Die Teiglinge ohne Abdeckung mindestens 30 Minuten kühlen. Dabei bildet sich eine Haut, die die Lauge besser annimmt.

Inzwischen Natron mit 1 l Wasser aufkochen und vom Herd nehmen. Backofen auf 225°C vorheizen. Blech mit Backpapier belegen. Teiglinge jeweils etwa 20 Sekunden mit einem Schaumlöffel in die Natronmischung tauchen, abtropfen lassen und auf das Blech setzen. Brezeln an der dicken Seite einmal, Laugenstangen dreimal quer und Brötchen krezweise tief einschneiden. Die Teiglinge mit groben Salz bestreuen und im heißen Ofen (Mitte, Umluft 200°C) in ca. 10-20 Minuten backen.

Lye Pretzel

ingredients:

500g flour (I used more)

1 teaspoon salt

30g butter

150 ml milk

1 packet of yeast (of course you can also use a cube of fresh yeast, but overseas there are rare)

1 teaspoon honey (I think it is better than sugar)

50 g baking soda

flour for processing

(1 tablespoon coarse salt)

Mix flour and salt in a mixing bowl. Heat the milk and melt the butter to lukewarm. Dissolve honey in warm water, add the yeast and give some time to foam. Then take all the liquids together to the flour and knead into a smooth dough (sometimes you have to add some more flour). Then covered in a warm place (here the kitchen is to cold: so I preheated the oven to 30-40 ° C and take it in) and let it go more than 30 minutes.

Forme from the dough with floured hands two ropes, cut either 12 pieces for pretzels or bread sticks or 16 pieces for rolls. You need about 50 cm long strands for forming pretzels. Cool the dough pieces with no cover at least 30 minutes. This forms a skin which accepts the lye better.

Meanwhile,  boil 1 liter of water with the baking soda and remove it after boiling from the heat. Preheat the oven to 225 ° C. Cove the sheet with parchment paper. Dip the dough pieces with a slotted spoon in the lye (each about 20 seconds), drain and put on the sheet. Scratch the pretzels on the thick side once, pretzel sticks  three times and rolls like a cross. Then sprinkle them with coarse salt  and bake them in the hot oven (center, fan 200 ° C) in about 10-20 minutes.

War dann sehr lecker als Abendessen mit Butter, Hummus, Sweet-Chilli-Hummus, Kräuterfrischkäse (selbst gemacht) und Salat! Hummus ist nun wirklich nicht deutsch, aber ist sooo lecker und die Kombination ist genial.

Käsespätzle

Das dritte drei-Länder-Kochen:
finnische Vorspeise-deutscher Hauptgang-spanischer Nachtisch

Wie ich sie liebe, die Spätzle und ich sie nie daheim bekommen habe. dafür in meinem zweiten Zuhause in Plössen (Danke an dieser Stelle zur Ulla, die mich oft gern und gut bekocht hat) und da ich sie so mag und sie aus Süddeutschland kommen (ja, ich mache das drei-Länder-Kochen nicht auf Deutschland sondern auf Süddeutschland (hauptsächlich Bayern und Schwaben) bezogend, gab es die am Osterwochenende.

Und sie sich an sich recht einfach zu machen, teuer ist nur der Käse, also auf und traut euch sie selbst zukochen. Tipp am Rande: eine Spätzlereibe, oder auch Spätzlehobel genannt, hilft sehr viel; da ich aber keine hatte und es auch nicht so doof von einem nassen Hokzbrett mit einem Messer runterschaben wollte, habe ich eine runde, kleine (einzigste bzw größte Reibe, die ich in dieser Küche finden konnte) Reibe genommen mit ca. 1,5-2cm großen Löchern und den Teig dadurch geschabt. Fazit: da ich mit der linken Hand die Reibe halten musste und dem Druck der anderen Hand standhalten musste, taten mir nach der kleinen Portion für drei Personen die Hände und Arme so weh, dass ich mir  Spätzlereibe auf meine Was-ich-noch-zum-Ausziehen-für-die-Küche-brauche-Liste geschrieben habe.

Zutaten pro Person:

100g Mehl

2 Eier

Hauch von Salz (irgendwann eben ne Prise oder mehr)

50g geriebenen Käse (habe das ehrlich gesagt nicht abgewogen, einfach bisschen was gerieben und drüber, so dass es lecker ausschaut und gut schmeckt)

1/2-1 ganze Zwiebel

bisschen Mehl und Öl/Fett zum Anrösten

Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Kochlöffel zuerst verrühren und dann schlagen bis er „blasen“ wirft. Der Teil soll „zäh“ vom Löffel fallen.

Den Teig ca. 20 min. ruhen lassen.

Nach der Ruhezeit den Teig ins kochende Salzwasser von Hand schaben.

Spätzle im Wasser kurz aufkochen lassen und mit dem Schaumlöffel herausnehmen, in ein Sieb geben. Kurz abschrecken.

Zwiebeln klein schneiden und in Mehl welzen. Dannach in Fett in der Pfanne anbraten und zur Seite stellen. In der Pfanne die Spätzle anbraten und den Käse unterühren. Entweder dieRöstzwiebeln zum selber drüber streuen auf den Tisch stellen oder in der Pfanne schon untermischen.

Dampfnudeln

Das zweite drei-Länder-Kochen:
spanische Vorspeise-finnischer Hauptgang-deutscher Nachtisch

Ich hab sie das erste Mal im Winter vor einem Jahr auf dem Bayreuther Weihnachtsmarkt gegessen. In meiner Gegend waren die nicht so sehr bekannt. Man braucht ein bisschen Zeit, aber an sich sind sie dann doch recht einfach und es lohnt sich so.

Zutaten (für 4-6 Personen):

550 ml Milch
75 g Butter
500 g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
2 EL Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
100 g Zucker
(1 TL geriebene Zitronenschale)

In einem Topf 300 ml Milch erwärmen. 25 g Butter darin zerlassen. In einer Schüssel 500 g Mehl mit der Trockenhefe und 2 EL Zucker mischen. Zusammen mit der lauwarmen Milch 1 Ei 1 TL Zitronenschale, abgerieben und 1 Prise Salz mit dem Knethaken des Rührgerätes 5 Min. gut durchkneten. Den Teig an einem warmen, zugluftgeschützten Ort zugedeckt ca. 1 Std. gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Nochmals durchkneten und daraus 6-12 Kugeln formen.


In einem gut schließenden großen Topf (oder Pfanne) 50 g Butter heiß werden lassen. 100 g Zucker zufügen und goldbraun karamellisieren lassen. 250 ml Milch einrühren und das Karamell darin auflösen (da die Milch ja kalt ist, hat man eine Karamellplatte in Milch schwimmen, schaut sehr cool aus). Die Dampfnudeln nebeneinander in den Topf setzen. Zugedeckt bei mittlerer bis starker Wärmezufuhr langsam zum Sieden bringen. Die Dampfnudeln bei geringer Wärmezufuhr ca. 30 Min. garen. Dabei den Deckel fest geschlossen lassen.


Die Dampfnudeln vom Topfboden lösen und auf Tellern anrichten.
Vanillesauce dazu schmeckt superlecker!

steaming noodles

550 ml milk
75g butter
500g flour
1 package dry yeast
2 tablespoons sugar
1 egg
1 pinch of salt
100 g sugar
(1 teaspoon grated lemon peel)

Grießnockerlnsuppe

Das erste drei-Länder-Kochen:

deutsche Vorspeise-spanischer Hauptgang-finnischer Nachtisch

Ich habe eine Grießnockerlnsuppe probiert, das erste Mal und es gab somit mehr Nockerln als Suppe (der Topf war aber auch sehr ungünstig klein, aber wir kochen hier ja immer in einer fremden Küche, da muss man nehmen, was da ist) und die Nockerln waren etwas bisschen zu groß, aber lecker wars auf jeden Fall und es hat allen sehr gut geschmeckt. Noch dazu ist das eine sehr günstige Suppe, die in einer etwas größeren Menge auch gewiss satt macht.

Zutaten (für 3-5 Personen als Vorspeise; für 2 als Hauptspeise):

100 g (weiche) Butter

200 g Grieß

3 Eier

+ Muskat

+ Salz

+ Pfeffer

+ Schnittlauch

+ 2-3l (Gemüse-)Brühe

Aus Butter, Grieß und den Eiern einen Teig kneten. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen abstechen und in die kochende Brühe geben. 10-20 Minute ziehen lassen (kleinste Stufe auf dem Herd). Mit den Gewürzen abschmecken.

German Soup with Semolina Dumplings

Ingredients:

100 g (soft) butter

200 g semolina

3 eggs

+nutmeg

+ salt

+pepper

+chives

+ 2-3 l (vegetable) stock

Knead a dough of the butter, semolina and the eggs. Shape the dumplings with a teaspoon and take them in the boiling stock. Let them there for 10-20 minutes on the lowest degree. Add the spices to taste.